Neue Mitglieder beim VSSU

Unser Verband wächst weiter und das freut uns sehr. Wir heissen gleich drei neue aktive und zwei neue assoziierte Mitglieder beim VSSU willkommen:

Neue Mitglieder:
• abacon SICHERHEIT AG
• OWS Security GmbH
• Professional Security Service GmbH

Neue assoziierte Mitglieder:
• BSC Young Boys AG
• Gemini Concept Sàrl

Die offizielle Aufnahme erfolgte am 31. März.

Mit jedem neuen Mitglied wächst unser Netzwerk und gewinnt weiter an Stärke. Gleichzeitig setzen unsere Mitglieder ein klares Zeichen für Qualität, Professionalität sowie eine verantwortungsvolle Sicherheitsbranche in der Schweiz.

Davon profitiert die gesamte Branche, durch stärkere Standards, mehr Vertrauen und ein gemeinsames Verständnis von Qualität.

Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit. Herzlich willkommen!

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Rückblick auf die Berufsprüfungen im Frühling

Die diesjährigen Berufsprüfungen im Frühling im Bereich Bewachung (DE/FR) wurden erfolgreich im ZAR – Ausbildungszentrum in Aarwangen durchgeführt. 

In diesem Frühjahr haben insgesamt 85 Kandidat:innen an den Prüfungen teilgenommen:

  • 42 Kandidat:innen im Bereich Bewachung (DE)
  • 43 Kandidat:innen im Bereich Bewachung (FR)
  • Die Erfolgsquote lag bei 64,75%. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr.

Die Resultate wurden versandt und werden in Kürze bei den Absolvent:innen der Prüfung eintreffen.

Wir danken allen Expert:innen für ihren grossartigen Einsatz und die wertvolle Unterstützung!

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Frühjahrsprüfungen starten nun die Vorbereitungen für die Herbstprüfungen. Diese finden in den Bereichen Bewachung (DE/FR) und Zentralendienste (DE/FR) statt.

 

Frohe Ostern!

Wir wünschen frohe Ostern und erholsame Feiertage. Auch unsere Geschäftsstelle bleibt an Ostern vom 03.04.2026 bis 06.04.2026 geschlossen, ab Dienstag sind wir gerne wieder für Sie da.

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Erfolgreicher Abschluss der Berufsprüfungen im Frühling 2026

Letzte Woche wurden die Berufsprüfungen im Frühling 2026 erfolgreich abgeschlossen.

In den vergangenen zwei Prüfungswochen, fanden die Prüfungen Bewachung Deutsch und die Woche darauf die Prüfung Bewachung Französisch statt.

Wir vom VSSU bedanken uns herzlich bei allen, die die Berufsprüfungen möglich gemacht haben! Ein besonderer Dank gilt wie immer den Prüfungsexpert:innen, die mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag leisten. Vielen Dank für euren grossartigen Einsatz!

Berufe in der Sicherheitsbranche: Interview mit Nadja Vogt – Werttransport Tourenverantwortliche Kat. C bei der Loomis Schweiz

Wie bist du in deine jetzige Position gekommen?

Ich habe 2010 bei Loomis, damals noch MSE, in der nächtlichen Notenverarbeitung gestartet.

Nach einigen Jahren suchte ich eine neue Herausforderung. Ich wechselte 2016 zum Werttransport und übernahm dort die Funktion als Tourenverantwortliche in der Kategorie B. 2018 übernahm ich zusätzlich die Stellvertretung des Gruppenleiters.

Da ich schon immer Freude am Lastwagenfahren hatte und mir die Arbeit in der Kategorie B mit der Zeit weniger entsprach, absolvierte ich 2021 die LKW-Prüfung. Seit 2023 bin ich als Tourenverantwortliche in der Kategorie C unterwegs und seit 2025 auch stellvertretende Gruppenleiterin in diesem Bereich. So konnte ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln und meinen Weg bei Loomis in eine Richtung lenken, die wirklich zu mir passt.

Was sind deine Hauptaufgaben?

Meine Hauptaufgabe ist es, Waren und Produkte gemäss unseren Sicherheitsvorschriften zuverlässig von A nach B zu transportieren. Dabei ist es wichtig, dass ich Loomis durch mein Erscheinungsbild, mein Auftreten und den respektvollen Umgang mit unseren Kunden jederzeit professionell repräsentiere.

Was sind die Challenges bei deinem Job?

Eine der grössten Herausforderungen in meinem Job ist, dass kaum ein Tag so verläuft, wie er geplant war. Ich muss oft sehr kurzfristig Entscheidungen fällen und dabei flexibel bleiben. Gleichzeitig ist es zentral, immer im Team zu denken und gemeinsam Lösungen zu finden. Zudem ist es manchmal herausfordernd immer streng nach Vorschrift zu arbeiten, da jede Situation ihre eigenen Besonderheiten mitbringt und häufig ein pragmatischer Ansatz gefragt ist.

Gibt es einen Moment in deinem Arbeitsalltag, welcher dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt immer wieder spezielle Momente, an die ich mich gerne zurückerinnere. Oft sind es kleine Situationen im Alltag, die positiv auffallen und im Gedächtnis bleiben.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man, um in diesem Job erfolgreich zu sein?
Für diesen Job braucht es in erster Linie eine hohe Flexibilität, da sich Situationen jederzeit schnell verändern können.

Wichtig ist auch die Fähigkeit, sich gut auf die Kolleg: innen einzustellen und als eingespieltes Team aufzutreten. Zusätzlich braucht es Freude am Lastwagenfahren, denn dieser Teil der Arbeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Alltags.

Was macht den Job so spannend/einzigartig und was gefällt dir am besten?

Der Job begeistert mich, weil ich täglich mit dem Lastwagen unterwegs bin und dabei Orte entdecke, die mir sonst verborgen blieben. Wir sind schweizweit unterwegs, sehen und lernen andere Regionen kennen.

Besonders schätze ich, dass wir stets zu zweit unterwegs sind wenn die Chemie stimmt, vergeht die Zeit wie im Flug und die Arbeit macht doppelt so viel Freude.

Ebenso bereichert die angenehme Interaktion mit unseren Kunden den Arbeitsalltag. Vor allem jene, die man über längere Zeit begleitet und besser kennenlernt, machen den Arbeitsalltag besonders wertvoll. Diese persönlichen Begegnungen verleihen dem Job eine menschliche Note, die ich sehr zu schätzen weiss.

Wie hat sich der Job in den letzten Jahren verändert?

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Die Warenwerte, insbesondere bei Edelmetallen wie Gold, sind stark gestiegen, was unseren Arbeitsalltag anspruchsvoller macht. Gleichzeitig ist die Planung unserer Ressourcen komplexer geworden, da wir heute deutlich mehr Faktoren berücksichtigen müssen. Ausserdem wurden die Sicherheitsvorschriften seitens des BAZL und der Banken weiter verschärft, was zwar zusätzliche Anforderungen mit sich bringt, unseren Arbeitsalltag aber auch sicherer macht.

Berufe in der Sicherheitsbranche: Interview mit Daniela De Lima – Leiterin Cash Center / Branch Managerin bei der Loomis Schweiz

Was sind deine Hauptaufgaben?

Zu meinen Hauptaufgaben gehört die Gesamtleitung des Cash Centers mit voller Budget-, Ergebnis- und Personalverantwortung. Ich führe ein rund 30-köpfiges Team, sorge für reibungslose Betriebsprozesse und achte darauf, dass alle Sicherheits- und Compliance-Vorgaben eingehalten werden. Zudem pflege ich die Beziehungen zu Kunden und Partnern und analysiere die Leistungskennzahlen, um Qualität und Effizienz stetig zu steigern.

Was ist das Cash Center?

Das Cash Center ist das Herzstück unserer Bargeldlogistik. Hier nehmen wir grosse Mengen Bargeld entgegen, zählen, prüfen und verarbeiten sie, bevor sie sicher weiterverteilt werden. Es handelt sich um einen hochsicheren Bereich, in dem Effizienz, Präzision und Vertrauen höchste Priorität haben.

Was ist speziell an der Arbeit eines Branch Managers in einem Cash Center?

Was die Rolle als Branch Managerin im Cash Center speziell macht, ist die Verantwortung für das tägliche Geschäft, Sicherheit und Risikomanagement. Ich muss sowohl operativ als auch strategisch handeln, den Überblick bewahren und bei unvorhergesehenen Ereignissen schnell und entschlossen reagieren.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

In meiner Rolle braucht es vor allem Führungsstärke, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen den Überblick zu behalten. Ich muss klar kommunizieren, dabei stets ein hohes Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein wahren. Gleichzeitig ist mir wichtig, empathisch zu führen, mein Team zu motivieren und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden.

Was sind die Challenges bei deinem Job?

Eine der grössten Herausforderungen ist, die Balance zwischen Effizienz und Qualität zu halten. Das Handling von Bargeld und die hohen Sicherheitsanforderungen erfordern besonders präzises und sorgfältiges Arbeiten. Als Führungskraft muss ich in einem dynamischen Umfeld den Überblick behalten, Budgetvorgaben einhalten und das Team steuern. Zudem treten immer wieder unvorhergesehene Situationen auf, die schnelles Handeln und Flexibilität verlangen.

Was macht den Job so spannend/einzigartig und was gefällt dir am besten?

Ich finde den Job als Branch Managerin im Cash Center spannend, weil er eine grosse Vielfalt an Aufgaben und Verantwortung vereint. Ich leite ein grosses Team, sorge für sichere und effiziente Abläufe und arbeite eng mit internen wie externen Partnern zusammen. Besonders gefällt mir, dass ich sowohl operativ als auch strategisch tätig bin und mein Team sowie unsere Prozesse stetig weiterentwickeln kann. Kein Tag ist gleich – genau das macht meine Arbeit abwechslungsreich und motivierend.

Gibt es einen Moment in deinem Arbeitsalltag, welcher dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein besonders prägender Moment war ein unerwarteter Vorfall, bei dem wir als Team schnell und koordiniert reagieren mussten, um eine sicherheitsrelevante Herausforderung zu meistern. Es war beeindruckend zu sehen, wie gut wir zusammenarbeiten und wie wichtig gute Vorbereitung sowie schnelle Entscheidungsfindung sind.

Wie kann sichergestellt werden, dass im CC alles reibungslos läuft? Welche Frühwarnsignale gibt es, um Probleme präventiv zu vermeiden? (von der Geldverarbeitung bis zur Einsatzplanung)

Ich stelle einen reibungslosen Ablauf sicher, indem ich klare Prozesse vorgebe, die Kennzahlen täglich überprüfe und eng mit meinem Team kommuniziere. Frühwarnsignale wie erhöhte Fehlerquoten, längere Prozesszeiten oder Unklarheiten im Ablauf erkenne ich schnell. Durch regelmässige Meetings und offenes Feedback kann ich früh eingreifen und Probleme oft verhindern, bevor diese entstehen.

Was passiert in den Ausnahmesituationen und wie gehst du damit um?

In Ausnahmesituationen bleibe ich ruhig und handle strukturiert. Ich analysiere die Lage, setze Prioritäten und informiere alle Beteiligten. Wichtig ist, dass das Team weiss, was zu tun ist und wir gemeinsam lösungsorientiert bleiben. Anschliessend besprechen wir, was wir daraus lernen können, um künftig noch besser vorbereitet zu sein.

Wie hat sich der Job in den letzten Jahren verändert?

Obwohl ich erst seit kurzer Zeit als Branch Managerin tätig bin, habe ich die Entwicklungen gut im Blick. Auffällig ist der Rückgang der Bargeldbewegung durch bargeldlose Zahlungsmethoden und die zunehmende Effizienz durch Digitalisierung und Automatisierung.

Gleichzeitig sind die Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Datenanalyse gestiegen, und die Rolle der Führung konzentriert sich heute stärker auf Kommunikation, Motivation und die Weiterentwicklung des Teams.

Berufe in der Sicherheitsbranche: Interview mit Anita Hinnen – Werttransport Tourenverantwortliche Kat. C bei der Loomis Schweiz

Was sind deine Hauptaufgaben?

Zu meinen Hauptaufgaben gehören der Transport der Werte und das korrekte Sichern der Ladung. Als Gruppenleiterin der C-Chauffeure erledige ich administrative Arbeiten und organisiere Voranmeldungen bei speziellen Fahrten wie Transit und dies in verschiedenen Sprachen. Dank guter Ortskenntnisse finde ich Kunden zuverlässig. Ein zentraler Teil meiner Arbeit ist die ständige Wachsamkeit sowie die konsequente Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.

Was ist der Unterschied zwischen den Kategorien C und B Fahrzeugen?

Der Hauptunterschied liegt im Aufbau und im Gewicht der Fahrzeuge. Wer den Führerausweis der Kategorie C besitzt, darf auch Fahrzeuge der Kategorie B fahren, umgekehrt ist dies nicht erlaubt. Fahrzeuge der Kategorie C sind meist auf längeren Strecken unterwegs und bedienen weniger Kunden, während Fahrzeuge der Kategorie B häufiger auf kürzeren Touren mit mehr Stopps eingesetzt werden.

Was sind die Challenges in deinem Beruf?

Eine grosse Challenge sind die Grösse und das Gewicht der Boxen. Eine Skybox beispielsweise wiegt über 1000 kg und hat ein sehr grosses Volumen. Das Verladen auf das Fahrzeug erfolgt mit Rollis. Wenn man als Frau gemeinsam mit dem Tourenpartner, manchmal ebenfalls eine Frau, und mit der Unterstützung des Elektrorollis drei bis vier Boxen sicher aufgeladen hat, entsteht für mich ein starkes Gefühl von Zufriedenheit. Eine weitere Herausforderung ist es, trotz Baustellen und Staus unfallfrei durch den Verkehr zu kommen. Ebenfalls herausfordern ist es bei langen Arbeitstagen und teilweise langen Wartezeiten bei Kunden ruhig zu bleiben und den Überblick zu behalten.

Gibt es einen Moment in deinem Arbeitsalltag, welcher dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein prägender Moment war, als ich zwei Tage nach einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter im Raum Lausanne im Jahr 2017 selbst nach Lausanne fahren musste. Die Kollegen von der Einsatzzentrale waren aufmerksam und besorgt. Sie haben mich regelmässig kontaktiert, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen. Wir hatten die Berichte über den Überfall gelesen. Umso eindrücklicher war es vor Ort die noch sichtbaren Spuren dieses Ereignisses zu sehen. Trotz dieser Eindrücke hatte ich damals keine Angst. Auch heute fühle ich mich stets sicher bei meiner täglichen Arbeit.

Wie hat sich der Beruf in den letzten Jahren verändert?

Die Warenwerte, zum Beispiel für Gold, sind stark gestiegen. Dies hat zur Folge, dass pro Transport weniger Ware bewegt wird, was zu mehr Fahrten führt. Für die gleiche Menge transportierter Ware wird heute mehr Personal benötigt als früher. Zudem sind die eingesetzten Fahrzeuge moderner und sicherer geworden.

Wie sieht die Ausbildung für Fahrer:innen aus?

Die Ausbildung setzt in der Regel einen gültigen
LKW-Fahrausweis voraus. Bei einem internen Wechsel von Kat. B zu Kat. C wird dieser nachträglich erworben. Bestandteil der Ausbildung ist die Waffentragprüfung, welche den Fokus auf einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe hat. Weiter beinhaltet die Ausbildung die Schulung rechtlicher Grundlagen und ein Fahrtraining mit Fallbeispielen betreffend das korrekte Verhalten bei Unfällen und Überfällen. Zusätzlich absolvieren die Fahrer einmal pro Jahr einen CZV-Kurs gemäss der Chauffeurzulassungsverordnung (CZV), welche die gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung für Berufschauffeure regelt. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der TV-Prüfung (TV bedeutet Tourenverantwortlicher) zu den Transportvorschriften, welche die internen Anforderungen und Abläufe im Werttransport überprüft.

Was macht den Beruf so spannend/einzigartig und was gefällt dir am besten?

Der Job ist spannend, weil man regelmässig mit neuen Tourenpartnern unterwegs ist und laufend neue Leute kennenlernt. Die Arbeit in ständiger Zweierbesatzung erfordert Vertrauen und die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Partner einzustellen. Jeder Arbeitstag verläuft anders, da die Aufgaben oft erst kurzfristig feststehen. Weiter ist man regelmässig in verschiedenen Fahrzeugen in unterschiedlichen Regionen unterwegs. Diese Abwechslung macht für mich den Job aus und dies schätze ich sehr.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Um in diesem Job erfolgreich zu sein, braucht es Ruhe, Durchhaltevermögen und Flexibilität im Arbeitsalltag. Voraussetzung ist das Bestehen der Waffentragprüfung. Entscheidend ist ein eingespieltes Zusammenarbeiten mit den Tourenpartnern. Ebenso gefragt sind vernetztes Denken, vorausschauendes Handeln und ein hohes Mass an Genauigkeit. Zugelassen sind ausschliesslich Personen mit einwandfreiem Strafregister- und Betreibungsregisterauszug. Dies wird durch den Arbeitgeber regelmässig kontrolliert.

Mit welchen (gängigen) Gefahren musst du rechnen und wie reagierst du darauf? (Wetter, Mensch, Unfall, Technik, Verzögerungen)

Im Arbeitsalltag ist man mit Verkehrssituationen, wechselnden Wetterbedingungen, Pannen und Verzögerungen konfrontiert. Dabei ist das Vertrauen in den Tourenpartner zentral, da man nur als Einheit funktionieren kann. Entscheidend ist unter Druck ruhig zu bleiben, wachsam zu handeln, die Sicherheitsvorschriften konsequent einzuhalten und jede Situation korrekt einzuschätzen.

Warum tragen die Fahrer:innen Waffen beim Werttransport?

Die Waffen dienen dem Schutz und der Sicherheit im Rahmen der Notwehr und der Notwehrhilfe.

Berufe in der Sicherheitsbranche: Interview mit Sandro Bauer – Leiter ATM von der Loomis Schweiz

Was sind deine Hauptaufgaben?

Meine Hauptaufgaben umfassen die Planung und Koordination der Einsätze sowie die Führung und Schulung des Teams. Ich sorge dafür, dass Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden, in dem ich eng mit Bereichen wie beispielsweise dem Risk Management und den Dispositionen zusammenarbeite. Auch die Kommunikation mit Kunden und internen Stellen wird kontinuierlich gepflegt und verbessert.

Was macht den Job so spannend/einzigartig und was gefällt dir am besten?

Unsere Arbeit verbindet Verantwortung, Teamarbeit und Abwechslung. Die Abläufe sind klar strukturiert und werden durch modernste Sicherheitstechnik unterstützt, welche stets die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Unser Job ist eine spannende Kombination aus Nervenkitzel und der Herausforderung, in jeder Situation ruhig und professionell zu bleiben.

Wie hat sich der Job in den letzten Jahren verändert?

Heute geht es nicht mehr nur um die Einsatzplanung und Teamführung, sondern auch um Technik, Prozesse und Kommunikation. Die Systeme sind moderner und komplexer geworden, Themen wie Sicherheit, Qualität, Verfügbarkeit und Effizienz der Automaten stehen noch stärker im Mittelpunkt. Besonders spannend finde ich, dass die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen von IT bis Risk, immer wichtiger geworden ist. Dadurch ist meine Arbeit vielseitiger und anspruchsvoller geworden.

Welche Arten von Störungen begegnen ATM Mitarbeiter:innen am häufigsten?

Bei ATMs begegnen den ATM Mitarbeiter:innen am häufigsten technische Störungen wie beispielsweise gestaute Noten. Zusätzlich gibt es auch öfters Sicherheitsvorfälle wie Manipulationsversuche oder Vandalismus.

Wie werden die ATMs vor den Einbrüchen geschützt bzw. welche Sicherheitsmassnahmen gibt es?

Die ATMs werden durch verschiedene Sicherheitsmassnahmen geschützt. Dazu gehören unter anderem robuste Gehäuse, Schutz gegen Aufbruch oder Sprengungen, Alarmanlagen, Kameras und Fernüberwachungen und vieles, was ich hier nicht nennen darf. Zusätzlich sorgen sogfältig geplante Abläufe, regelmässige Risikoanalysen und umfassende Schulungen unserer Mitarbeitenden für ein hohes Sicherheitsniveau.

Gibt es einen Moment in deinem Arbeitsalltag, welcher dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Für mich gibt es viele besondere Momente, ganz besonders beeindruckt mich, wie unser Team, welches aus unzähligen Kulturen und Altersgruppen besteht, so erfolgreich und effizient zusammenarbeitet. Ein Beispiel dafür ist, dass Dienst- und Piketteinsätze so geplant werden, dass alle möglichst viel Zeit an Feiertagen und Wochenenden mit ihren Familien verbringen können. Dabei melden sich die Mitarbeitenden freiwillig, um dies ihren Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen diversen Abteilungen?
(WT, CC, ATM)

Die Zusammenarbeit zwischen diesen Abteilungen ist entscheidend für einen reibungslosen Betrieb. Nur durch eine enge Abstimmung, klare Kommunikation und gegenseitiges Verständnis können wir sicherstellen, dass unsere Arbeit sicher und termingerecht durchgeführt wird. Jede Abteilung bringt ihr Fachwissen ein, um Abläufe zu optimieren und Risiken zu minimieren.

Wie viele Personen sind dir unterstellt?

Aktuell sind mir etwa 50 Mitarbeitende unterstellt. Diese Verantwortung macht meinen Arbeitsalltag spannend und bereichernd.

Wie stark verändert die Digitalisierung den ATM-Betrieb und wie entwickelt diese den Bereich weiter?

Die Digitalisierung hat unseren ATM-Betrieb in den letzten Jahren deutlich verändert. Moderne Systeme haben Prozesse effizienter und sicherer gemacht. Beispielsweise indem die neuen Systeme uns und unseren Kunden Echtzeiten zur Verfügung stellen und automatisierte Überwachungsfunktionen ermöglichen.

In Zukunft werden die Automaten noch stärker vernetzt und automatisiert sein. Dies ermöglicht uns, unsere Einsätze präziser zu planen und durchzuführen. Gleichzeitig können wir durch digitale Tools die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen verbessern und schneller auf Veränderungen reagieren. Die Digitalisierung hilf uns also nicht nur, unsere Arbeit effizienter zu gestalten, sondern auch die Sicherheit und Qualität unserer Dienstleistungen zu erhöhen.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Für mich ist eine gute Zusammenarbeit im Team das Wichtigste. Eine offene und klare Kommunikation schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für gemeinsamen Erfolg. Ich lege grossen Wert darauf mein Team zu motivieren, zu unterstützen und auch in hektischen Momenten Ruhe und Übersicht zu bewahren. Genauso wichtig sind mir aber auch die ruhigen Phasen. Sie bieten Zeit für Gespräche und stärken den Zusammenhalt des Teams.

Was sind die Challenges bei der Arbeit von ATM Mitarbeiter:innen?

Neben dem grossen Verkehrsaufkommen liegt die Herausforderung auch in der Arbeit an öffentlichen Orten, wo jederzeit höchste Konzentration, Flexibilität und Professionalität gefordert sind.

Wie beurteilen und sichern ATM Mitarbeiter:innen die Lage, bevor sie beginnen, wenn sie nachts, alleine oder an exponierten Orten am Automaten arbeiten?

Bevor sie einen Automaten betreuen, verschaffen sich ATM Mitarbeiter:innen zuerst einen Überblick über die Umgebung. Sie achten besonders auf ungewöhnliche Situationen oder verdächtige Aktivitäten. Falls nötig, halten sie den direkten Kontakt mit der Einsatzzentrale. Erst wenn die Lage sicher ist, beginnen sie mit der Arbeit und bleibe wachsam.

Wie wird die Sicherheit gewährleistet von den Menschen und ATM-Maschinen?

Die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei uns höchste Priorität. Schulungen, Sicherheitsprotokolle und verschieden Sicherheit und Schutzsysteme gewährleisten ein hohes Mass an Sicherheit. Eine sorgfältige und abwechselnde Tourenplanung sowie stetige Risikoanalysen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.

Welche Rolle spielt Technologie in deinem Alltag?

Technologie spielt in meinem Alltag eine zentrale Rolle. Sie hilft uns, Einsätze effizient zu planen, Automaten zu überwachen und die Sicherheit zu gewährleisten. In Zukunft wird sie Abläufe weiter automatisieren, Prozesse optimieren und die Zusammenarbeit im Team noch stärker verbessern.

FSS Security Talk: Resilience from Space

Weltraumgestützte Anwendungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Navigation, Kommunikation, Energieversorgung, Verkehr, Landwirtschaft und digitale Infrastrukturen, vieles funktioniert nur dank Satelliten.

Doch wie resilient sind diese Systeme wirklich?

Der FSS Security Talk vom 3. März widmet sich der wachsenden Abhängigkeit vom Weltraum und den sicherheits- und geopolitischen Risiken, die damit einhergehen, von zivilen Infrastrukturen bis hin zu militärischen Konflikten im Orbit.

Ort: Casino Bern
Datum: Dienstag, 03. März 2026
Zeit: 18:00 – 21:00 Uhr

Im Zentrum der Diskussion stehen unter anderem:

  • Wie abhängig sind die zivilen und militärischen Infrastrukturen der Schweiz vom Weltraum?
  • Welche geopolitischen und sicherheitstechnischen Abhängigkeiten bestehen in Europa?
  • Wie wirken sich Konflikte auf der Erde auf die Sicherheit im All aus?
  • Was bedeutet die Militarisierung des Weltraums für die Schweiz als neutrales Land?
  • Welche Massnahmen braucht es, um die Resilienz im Weltraum zu stärken?

Der Eintritt ist für VSSU-Mitglieder die sich über uns anmelden wieder wie gewohnt frei.  

Anmeldung & Infos

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Neuer Mitgliedervorteil: SecPlanNet

Mitglieder des VSSU profitieren neu von Preisrabatten auf SecPlanNet.

SecPlanNet ist die auf die Sicherheitsbranche spezialisierte Software für Schweizer Sicherheitsunternehmen, von Personal-, Einsatzplanung und Wächterkontrolle über Zeiterfassung und Zuschläge bis hin zu Abrechnung und Auswertungen.
Alles in einem System, für eine effiziente und nachvollziehbare Umsetzung des GAV.

Zu den Mitgliedervorteilen

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